Am 17. November 2005 war es soweit: Die Bürgerstiftung Eppstein wurde offiziell aus der Taufe gehoben. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger haben dies erst möglich gemacht. Jetzt heißt es durch Veranstaltungen und Aktionen das Stiftungskapital weiter zu erhöhen und mit den ersten Projekten zu beginnen. Schauen Sie doch bitte beim 'Aktuellen' rein. Dort können Sie die Entwicklungen am besten verfolgen.
5. Berufsfindungstag der Bürgerstiftung PDF Drucken E-Mail
Freitag, 23. April 2010

„Dieser Berufsfindungstag vor der Haustüre soll die Bedeutung der bevorstehenden Berufswahl herausstellen, die vielen Chancen und Möglichkeiten der Berufswelt aufzeigen aber auch auf Stolpersteine aufmerksam machen, die mit einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz verbunden sein können“. Mit diesen Worten eröffnete Rudolf Mäusle, Vorsitzender des Beirates der Bürgerstiftung Eppstein,  die Berufsinformation der Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule  in Eppstein am Montag, dem 19.04.2010.

 

  

Gekommen waren 96 Schüler und Schülerinnen aus den 9. Klassen der Realschule und des Gymnasiums in die repräsentativen Schulungsräume der Sparkassenakademie Hessen-Thüringen in Eppstein-Vockenhausen.

Die Bürgerstiftung Eppstein hat kurz nach Ihrer Gründung Ende 2005 beschlossen, jährlich den Schülern der Abgangsklassen ihrer Stadt einen solchen Informationstag anzubieten. Auch diese  5. Veranstaltung  stieß auf große Resonanz bei den Teilnehmern. Die Referenten lobten die große Disziplin der Schüler und Schülerinnen aber auch deren Interesse, das diese durch viele Fragen bekundet haben.

Als Experten waren aus Frankfurt angereist Frau Ursula Küst, Referentin für Ausbildungsberatung an der Handwerkskammer Rhein Main sowie Frau Sandra Reinhardt und Herr Hans-Hermann Fuchs, beide Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammer, Frankfurt a. Main.

Sie erklärten die Beratungsaufgabe der Kammern, motivierten zu rechtzeitiger Bewerbung trotz des entspannteren Lehrstellenmarktes und erklärten kurz die wichtigsten der ca. 364 Berufe in der gewerblichen Wirtschaft und im Handwerk.

Ein guter Schulabschluss und gute Kenntnisse in Deutsch und Mathematik seien nach wie vor Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung um eine Lehrstelle. Die Bewerbung bei einer größeren Zahl von Betrieben verbessere außerdem die Aussichten für einen guten Ausbildungsplatz.

Sie empfahlen, das umfangreiche Informations- und Beratungsangebot der Arbeitsagenturen sowie der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern und wiesen auf die Berufsbildungsmesse in Frankfurt hin, die vom 27. bis 29. Mai in Frankfurt a. M. vor der IHK stattfindet. Über 100 Firmen stellen dort ihre Ausbildung vor und informieren hautnah.

Am Beispiel der Ausbildung bei Clariant in Höchst schilderte Ausbildungsleiter Edgar Schäfer das Einstellungsverfahren großer Unternehmen. Sie erhalten jährlich eine Vielzahl von Bewerbungen, von denen in der Regel nur ein Drittel einen Ausbildungsplatz erhalten kann. Entsprechend differenziert sei deshalb die Eignungsfeststellung. Ergänzend informierte Rudolf Mäusle über die Ausbildung bei der Deutschen Lufthansa AG und verteilte im Auftrag des Unternehmens eine CD mit entsprechenden Beschreibungen der Berufe und Anleitungen zur Bewerbung sowie über Einstellungstests.

In seinem Grußwort würdigte der Vertreter des Bürgermeisters und 1. Stadtrat, Alexander Simon, die Veranstaltung als Leistung ehrenamtlicher Aktivität für die Jugend der Stadt. Er bezeichnete die Berufswahl als wichtigen Meilenstein für den gesamten Berufsweg.

Der Ausbildungsleiter der Sparkassenschule, Herr Christoph Müller, stellte die Sparkassenakademie Hessen-Thüringen vor, beschrieb kurz die Ausbildung in den Sparkassen und Banken sowie die Bedeutung der Akademie für die berufsbegleitendenden Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Um besonders hautnahe Informationen und Erfahrungen den Schülern nahe zu bringen, hatte er die Auszubildenden, Alexander Krauß und Lars Dziallach eingeladen, die ihr letztes Lehrjahr bei der Sparkasse absolvieren.

Der stvd. Schulleiter, Herr Wolfgang Nothdurft, bedankte sich im Namen des Lehrerkollegiums  bei der Bürgerstiftung und der Direktion der Sparkassenakademie für die Planung und Durchführung des Berufsinformationstages, von dem „unsere Schüler direkt profitieren!“

Am Ende der Veranstaltung einigten sich alle Beteiligten, auch im Jahr 2011 eine solche Veranstaltung im Frühjahr für die Schüler und Schülerinnen durchzuführen. Wegen ihrer Bedeutung für die jungen Menschen wurde diese jährliche Berufsinformation als Pflichtunterricht für die Schüler der 8. und 9. Klassen der Haupt- und Realschulen sowie des Gymnasiums in das Fach Arbeitslehre integriert.

 

 
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