Am 17. November 2005 war es soweit: Die Bürgerstiftung Eppstein wurde offiziell aus der Taufe gehoben. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger haben dies erst möglich gemacht. Jetzt heißt es durch Veranstaltungen und Aktionen das Stiftungskapital weiter zu erhöhen und mit den ersten Projekten zu beginnen. Schauen Sie doch bitte beim 'Aktuellen' rein. Dort können Sie die Entwicklungen am besten verfolgen.
Bürgerstiftung bietet Unterstützung für Generationen! PDF Drucken E-Mail
Samstag, 20. Juni 2009

19.06.2009 Veröffentlichung im Höchster Kreisblatt

Sie haben Spaß im «Jägergarten»: Auch Konstantin, Leon, Lena, Elisa und Julia (v. l.) dürfen sich über Unterstützung der Stiftung freuen. Foto: Nietner

Die Spenden für drei Projekte hat die Initiative jetzt übergeben. Es gibt Geld für zwei Gärten und die Sprachförderung.

Eppstein. Gestern war bundesweiter Aktionstag der Bürgerstiftungen. Keine Frage, dass die Eppsteiner Initiative einen Beitrag leistete. Das Team um Vorstandsmitglied Ute Jürges stellte seine aktuellen Projekte vor und übergab die Spenden dafür. Eines wird mit Blick auf die drei Vorhaben deutlich: Jung und Alt liegen der Bürgerstiftung gleichermaßen am Herzen. Erfolge lassen sich sehen

 

Bereits vor drei Jahren unterstützte die Stiftung den Ausbau des Schulgartens an der Freiherr-vom-Stein-Schule finanziell. Dann «vertrieb» sie unfreiwillig die Schüler und ließ auf deren altem Gartengelände die Multifunktions-Sportanlage bauen. Als ein Ausweichquartier gefunden war, stieg die Stiftung wieder mit ins Boot und gibt dieses Jahr 200 Euro für den sogenannten Jägergarten. «Jede Woche arbeiten etwa 20 Schüler der Nachmittagsgruppe mit Martin Alberts im Garten. Die Erfolge können sich jetzt schon sehen lassen», so Ute Jürges.

Ebenfalls für die Stein-Schule, aber auch für die benachbarte Burg-Schule hat die Stiftung Geld im Bereich Sprach- und Leseförderung vorgesehen (300 Euro). Die Helfer verstehen sich hier als Mittler, gaben sie doch schon 2008 das Geld eines Spenders weiter, der sich einen Sprachunterricht für Migranten gewünscht hatte. Mit einer Kleingruppe fing es an, im nächsten Schuljahr fanden sich weitere Projektpaten. Nun erhalten sechs Gruppen aus den zweiten Klassen der Burg-, sowie den fünften und sechsten Klassen der Stein-Schule jede Woche zusätzliche Förderung. Die Hilfe ist bis Ende des Schuljahres garantiert, weitere Stifter würden allerdings «dringend gesucht», sagt Jürges, die von den Fortschritten der Grundschüler, die zum Teil Harry Potter lesen, begeistert ist.

Mit dem Projekt «Garten der Sinne» möchte die Stiftung «ein Stück Erinnerung an frühere Zeiten» unterstützen. Dank der 300 Euro aus dem Eppsteiner Topf können die Schüler der Gesundheitsakademie im Altenpflegeheim der Burgstadt den Garten weiter ausbauen und verschönern. «Der ,Garten der Sinne’ bereichert das Leben der Pflegebedürftigen, bringt ihnen die Jahreszeitenwechsel wieder nahe und schafft positive Anreize im Heimalltag», betont Ute Jürges. So essen die Senioren etwa den selbst geernteten Salat besonders gerne.

 
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