Am 17. November 2005 war es soweit: Die Bürgerstiftung Eppstein wurde offiziell aus der Taufe gehoben. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger haben dies erst möglich gemacht. Jetzt heißt es durch Veranstaltungen und Aktionen das Stiftungskapital weiter zu erhöhen und mit den ersten Projekten zu beginnen. Schauen Sie doch bitte beim 'Aktuellen' rein. Dort können Sie die Entwicklungen am besten verfolgen.
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Dienstag, 28. April 2009

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Bürgerstiftung Eppstein ins Leben gerufen

In einer feierlichen Stiftungszeremonie auf Burg Eppstein ist am Donnerstag, dem 17. November 2005, die BÜRGERSTIFTUNG EPPSTEIN gegründet worden. Erster Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung ist Dr. Christian Weiser, einer der beiden Initiatoren der Stiftung.

In einem Festakt unterzeichneten am Abend des 17. November auf Burg Eppstein die Gründungsstifterinnen und –stifter die Urkunde zur Gründung der Bürgerstiftung Eppstein. Zu den Gründungsstiftern gehören neben 49 Eppsteiner bzw. mit Eppstein eng verbundenen Persönlichkeiten, vier in Eppstein tätige Unternehmen sowie die Stadt Eppstein. Insgesamt bringen die Gründungsstifter schon jetzt fast 90.000 Euro in die Stiftung ein. Es zeichnet sich ab, dass bis zum Ende des Jahres noch weitere Gründungsstifter hinzukommen werden.

Geleitet wurde die Gründungsversammlung von Frau Dr. Marie-Luise Stoll-Steffan, der stellvertretenden Vorsitzenden der Wiesbaden Stiftung. Frau Dr. Stoll-Steffan stellte die Idee der Bürgerstiftung vor und war begeistert über die mit fast 50 Gründungsstifter vollbesetzte Kemenate. Sie wies daraufhin, dass die Wiesbadenstiftung im Jahre 1999 mit 19 Stiftern gegründet wurde: „Für die Größe einer Stadt wie Eppstein ist dies eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Gründungsstiftern und Ausdruck eines bemerkenswerten Gemeinsinns.“

Bürgermeister Ralf Wolter und Dr. Christian Weiser erläuterten sodann den Satzungsentwurf und ihre Vorstellungen für die künftige Arbeit der Stiftung. Wolter erklärte: “Dies ist ein historischer Abend an historischer Stätte. Es zeigt sich wieder einmal eindrucksvoll, welch ein Potenzial an gemeinschaftlichem Wirken in unserer Burgstadt steckt. Das ist etwas, worauf unsere Stadt stolz sein kann.“ Wolter betonte weiter, dass für Bürgerinnen und Bürger, die auf der Gründungsversammlung nicht anwesend sein konnten, die Möglichkeit besteht, bis zum Ende des Jahres mit einem Betrag von mindestens 1.000 Euro Gründungsstifter zu werden. Unabhängig davon nimmt die Stiftung gerne Zustiftungen sowie Spenden in jeder Höhe zur Finanzierung von Projekten entgegen.

Anschließend wurde von den Stiftern das eigentliche Stiftungsgeschäft nebst Eintragung in das „Goldene Buch“ der Stiftung getätigt und die Stiftungssatzung beschlossen. Zu deren wichtigsten Bestimmungen gehört die Festlegung der Stiftungszwecke. Die Bürgerstiftung Eppstein will ihr künftiges Wirken zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger breit fächern. Demgemäß setzt sie sich die Förderung von insgesamt sieben Zwecken zum Ziel. Neben Kunst und Kultur sollen die Bereiche Umwelt-, Landschafts-, Denkmalschutz und Stadtentwicklung, Brauchtums- und Heimatpflege, Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheits- und Wohlfahrtswesen sowie Sport gefördert werden.

Zum Vorstandsvorsitzenden wurde einstimmig Dr. Christian Weiser gewählt, der die Stiftung gemeinsam mit Ralf Wolter aus der Taufe gehoben hat. Der Bürgermeister ist satzungsgemäß Mitglied des Vorstandes. Weiter im Vorstand vertreten sind neben Dr. Weiser und Bürgermeister Ralf Wolter, Frau Ute Jürges – die ehemalige Leiterin der Burgschule -, der Wirtschaftsprüfer Joachim Weil und der Unternehmer Matthias Bauer.

In den Stiftungsbeirat, das Aufsichtsorgan der Stiftung, wurden Frau Dr. Marga Weber sowie die Herren Elmar G. Alhäuser, Wolf-Dieter Donecker, Dr. Horst Hollwegs, Jürgen Löns, Rudolf Mäusle, Horst Raule, Hans-Peter Rogowski und Peter Simon gewählt.

Die Bürgerstiftung wird unmittelbar für die Bürgerinnen und Bürger ihre Rolle im Eppsteiner Leben wahrnehmen: Am 4. Dezember 2005 wird sie im Bürgerhaus Eppstein um 16.00 Uhr ein festliches Adventskonzert veranstalten. Dabei sollen weitere Stifter(innen) sowie Spender(innen) gewonnen werden. Bei dem Konzert werden das Bläserquintett der Alten Oper Frankfurt und die Hessische Singgemeinschaft ein abwechslungsreiches Weihnachtsprogramm vorstellen. Untermalt wird der Nachmittag mit Weihnachtstexten – vorgetragen von Clemens Voigt. Am dem darauf folgenden Wochenende wird sich die Bürgerstiftung auf dem Weihnachtsmarkt vorstellen und sich darüber hinaus bei der Öffnung der Weihnachtsfenster auf Burg Eppstein präsentieren. Schließlich wies Wolter auf den Internet-Auftritt der Stiftung hin. Auf der Seite "www.buergerstiftung-eppstein.de" können weitere Informationen über Struktur und Arbeit der Stiftung abgerufen werden.

Die Bürgerstiftung Eppstein hat das Potenzial, einen beispielhaften Charakter zu erlangen: Nach Informationen der Initiative Bürgerstiftungen beim Bundesverband Deutscher Stiftungen lag das Kapital der in Deutschland bisher bestehenden ca. 100 Bürgerstiftungen zusammen bei ca. 38 Millionen Euro. In Hessen gibt es bisher lediglich vier Bürgerstiftungen, die die Qualitätskriterien der Initiative Bürgerstiftungen erfüllen. Die Bürgerstiftung Eppstein strebt an, nach Erhalt des Freistellungsbescheides vom Finanzamt und Anerkennung durch die Stiftungsaufsicht baldmöglichst die operative Arbeit aufzunehmen und die fünfte Bürgerstiftung in Hessen mit Qualitätssiegel zu werden.

 
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